Reifentests können eine sehr subjektive Angelegenheit sein!

Veröffentlicht am 17. Oktober 2021 - 5 Leseminuten

Stellen Sie sich einen Job vor, der nur auf Ihren Gefühlen und Empfindungen basiert ... Cédric Amplement hat eine äußerst seltene Aufgabe: Er ist subjektiver Testfahrer bei Michelin – ein einzigartiger und äußerst vielseitiger Job.

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Cédric Amplement, subjektiver Testfahrer bei Michelin

Bei Michelin gibt es nur zwei subjektive Testfahrer, die auf Lastwagen spezialisiert sind! Cédric sagt, sein Job sei wie der heilige Gral für Fahrer. Doch was bedeutet denn „subjektiver Testfahrer“ eigentlich? „Das bedeutet, dass wir uns beim Ausprobieren neuer Reifen eher auf unser Gefühl und unsere Eindrücke verlassen als auf Messgeräte.“

Cédric arbeitet hauptsächlich im Michelin Technologiezentrum in Ladoux in der Nähe von Clermont-Ferrand in Frankreich. Hier befindet sich der Stammsitz von Michelin. Das Unternehmen hat dort ein 500 Hektar großes Testzentrum ... mit etwa 50 km Teststrecken. Aber manchmal reist Cédric auch für seine Arbeit: Zum Beispiel nach Nordfinnland, um Tests auf Eis und Schnee durchzuführen oder zum Michelin-Zentrum in Almeria in Spanien. Es kommt aber auch vor, dass er zu Produktionsstätten der Lkw-Hersteller reist, wenn die ihn von Michelin „ausleihen“.

Subjektiver Testfahrer werden

Wie wird man subjektiver Testfahrer? Nach einer Karriere beim Militär kam Cédric 2005 zu Michelin. Er bekleidete verschiedene technische Positionen und Testfunktionen, wobei er sich immer auf Lastwagen spezialisierte. „Und vor zwei Jahren wurde mir die Stelle als subjektiver Testfahrer angeboten, weil ich alle notwendigen Fähigkeiten besaß, um jemanden zu ersetzen, der gegangen war. Unsere Aufgabe ist es, an der Entwicklung neuer Produkte mitzuwirken: Jeder neue Reifentyp muss intern getestet werden.“

Dafür haben Sie objektive und subjektive Testfahrer. Objektive Testfahrer wiederholen immer wieder bestimmte Manöver mit Messgeräten an Bord. Das ist ein notwendiger Schritt, damit jedes Reifenmodell unter Einhaltung aller Vorschriften zugelassen werden kann. „Was uns subjektive Fahrer betrifft, so ist es unsere Aufgabe, uns in die Lage des Benutzers zu versetzen. Wir prüfen Dinge wie Bodenhaftung und Balance, indem wir zum Beispiel auf einer nassen Teststrecke im Kreis fahren. Aber wir erfassen auch sehr subjektive Begriffe wie den akustischen Komfort.“

In ihren Berichten geben die Testfahrer an, was sie gefühlt haben oder ob sie etwas Ungewöhnliches bemerkt haben – das können sogar auch Empfindungen im Innenohr sein. Diese Beobachtungen nutzt dann das Ingenieurteam für Veränderungen und Verbesserungen am Produkt.

Eine äußerst vielseitige Position

Da subjektive Tests so speziell sind, erstellen Cédric und sein Kollege ihre eigenen Testprotokolle. Sie schlagen entsprechende Manöver mit einer Liste von individuellen Prüfkriterien und Zielen vor. „Wir arbeiten an der Verbesserung bestehender Reifen, aber wir testen auch Prototypen, wie die, die für Wasserstoff- und Elektrofahrzeuge entwickelt werden. Das bedeutet, dass wir immer viele verschiedene Fahrzeuge einsetzen müssen.“

Das ist etwas, das ihm an seinem Job besonders Spaß macht. So durfte er zum Beispiel schon militärische Prototypen im Wert von Millionen fahren, aber auch Krane, Geländewagen, Tankwagen und Lastwagen aller Größen. „Alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fallen in unseren Zuständigkeitsbereich. Wir sind so etwas wie die Schweizer Taschenmesser der Testfahrer. Wir müssen alles selbst in die Hand nehmen: Entwurfsmethoden, Durchführung der Tests, Anmietung oder Kauf neuer Fahrzeuge, usw. und das so oft wie möglich ...“

Die Reifen-Entwicklung begleiten

Beruflich Reifen zu testen, klingt vielleicht nach einer immer gleichen, sich wiederholenden Tätigkeit. Aber in Wirklichkeit verändern sich die Aufgaben ständig, denn Reifen entwickeln sich schnell weiter – insbesondere mit dem Aufkommen alternativer Energieantriebe. Für Elektro- und Wasserstofffahrzeuge ist ein geringerer Rollwiderstand besonders wichtig und bedeutet mehr Reichweite pro Batterie-Aufladung. Gerade hier ist die Leistung der Reifen wichtiger denn je! Ein weiterer Faktor ist, dass Batterien sehr schwer sind, und das wirkt sich auch auf Reifendruck und Verschleiß aus.

Cédric fasst zusammen, worum es in seinem Job geht: Testfahrer ist etwas ganz anderes als ein Rennpilot. „Wir treten nicht gegeneinander an, wir tauschen unser Wissen aus. Wir werden manchmal mit Önologen, also Weinbau-Spezialisten, verglichen, weil wir Experten für die Besonderheiten von Reifen sind!“

QUELLEN

*Interview von Cédric Amplement, am 8. Juni 2021

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