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So verwandeln Lkw-Hersteller eine Fahrerkabine in ein zweites Zuhause

Veröffentlicht am 17. Oktober 2021 - 5 Leseminuten

Fernfahrer haben den besten Job der Welt: Sie genießen ihre Freiheit, sehen die Welt und lernen neue Menschen kennen, während sie das tun, was sie am meisten lieben: fahren! Dennoch ist es für Unternehmen eine Herausforderung, ihre Mannschaft guter, qualifizierter Fahrer* zu halten. Deshalb wenden sich viele an die Lkw-Hersteller, um eine Lösung zu finden. Lernen Sie Bart Van Lotringen kennen, den Design-Direktor bei DAF.

Bart Van Lotringen, DAF’s Director of Design

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Bart Van Lotringen, Design-Direktor bei DAF

Jahrzehntelang „blieb das Design von Fahrerkabinen weitgehend unverändert und zwar aus dem einfachen Grund, dass die Gesetzgebung die Gesamtabmessungen eines Lkw begrenzt“, so Bart Van Lotringen, Design-Direktor bei DAF. Lkw-Fahrer fahren, arbeiten, entspannen und schlafen in einem Raum, der kleiner ist als eine Studentenwohnung ౼ und das oft tagelang oder wochenlang.

Aktuelle Vorschriften ermöglichen nun jedoch neue, bahnbrechende Veränderungen. „Die Vorschriften haben sich erheblich geändert und einen Paradigmenwechsel bewirkt“, sagt er. „Die Ladelänge ist nach wie vor auf 13,5 m begrenzt, aber die Gesamtlänge des Lkw ist jetzt variabel, solange der Wendekreis der üblichen Norm entspricht. Die Konstrukteure können die Länge des Fahrerhauses nun selbst festlegen, solange jede Verlängerung die Aerodynamik, die Kraftstoffeffizienz, die Sicherheit und den Fahrerkomfort verbessert“. Mit dieser neuen Gestaltungsfreiheit fingen Van Lotringen und sein Team noch einmal ganz von vorne an und entwarfen eine von Grund auf neue Fahrerkabine: DAFs New Generation Trucks

Sicherheit hat oberste Priorität

„Wir haben uns vorgenommen, die Belastungen beim Fahren zu beseitigen“, sagt Van Lotringen.

„Unsere Philosophie lautet: Hände ans Lenkrad und Augen auf die Straße. Deshalb starteten wir mit einer branchenführenden, intuitiven Bedienung: Alle wichtigen Bedienelemente befinden sich dabei direkt am Lenkrad – oder logisch angeordnet an den Lenkhebeln. Keine Touchscreens. Echte Tasten. Genau so, wie es sich die Fahrer wünschten, wie wir im Vorfeld durch umfangreiche Fahrerbefragungen erfuhren. Darüber hinaus haben wir das Blickfeld der Fahrer deutlich erweitert und mit 33 % größeren Windschutzscheiben für eine noch nie dagewesene Sicht gesorgt – ein Novum in der Branche! Wir wollten die direkte Sicht maximieren ౼ je mehr man sehen kann und je mehr Augenkontakt man mit anderen Verkehrsteilnehmern hat, desto besser kann man interagieren und Unfälle vermeiden.“

Um eine ideale Fahrumgebung zu schaffen, konzentrierte sich Van Lotringen auf die Verbesserung der Ergonomie, insbesondere auf die Verstellbarkeit von Sitzen und Lenkrad, um eine optimale Fahrhaltung mit perfekter Sicht auf die Instrumente zu ermöglichen.

Der Fahrer muss die Kontrolle behalten und das Gefühl haben, alles im Griff zu haben. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers und verringert seine mentale Belastung, da er nur dann Informationen erhält, wenn er sie braucht.

„Während wir damit zwar ein völlig neues Fahrerlebnis geschaffen haben, war es aber genauso wichtig, auch die Ruhe- und Schlafumgebung zu verbessern“, räumt Van Lotringen ein. „Alle Elemente müssen auf sehr effiziente Weise zusammenarbeiten, damit der Fahrer den Innenraum nicht ständig umorganisieren muss, um von einer Funktion zur anderen zu gelangen.“

Die verschiedenen Funktionen müssen in perfekter Symbiose verbunden sein.

Fahrposition, Geräumigkeit und Komfort gehören zu den am höchsten geschätzten Komforteigenschaften, die man bieten kann.

Bart Van Lotringen, Design-Direktor bei DAF

Komfort wie zu Hause

Weitere bedeutende Veränderungen im Innenraum wurden in den Fahr-, Ruhe- und Schlafbereichen des Fahrerhauses vorgenommen. „Fahrposition, Geräumigkeit und Komfort gehören zu den am höchsten geschätzten Komforteigenschaften, die man bieten kann“, erklärt Van Lotringen. Die Fahrer- und Beifahrersitze der New Generation-Fahrerkabine können nach innen gedreht werden und bieten in Kombination mit großzügigen Ablageflächen großartige Arbeits- und Entspannungsbereiche. Ausziehbare Staufächer wurden hinzugefügt, um Platz für persönliche Gegenstände zu bieten und der Beifahrersitz lässt sich zu einem Nachttisch umklappen. „Das ist eine neue Ära des Fahrerkomforts.“

Ein Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität

Viele der Komfort- und Sicherheitselemente tragen auch zur Kraftstoffeffizienz und Aerodynamik bei. Zum einen reduziert der Ersatz der Seitenspiegel durch Kameras den Luftwiderstand und senkt den Kraftstoffverbrauch. Zum anderen sorgt die konische Form des Fahrerhauses ebenfalls für eine außergewöhnliche Aerodynamik und Kraftstoffeffizienz. Obwohl es eine eindeutige Verschiebung zu gunsten der Konstruktionselemente gibt, die die Nachhaltigkeit begünstigen, geht Van Lotringen davon aus, dass die branchenweite Einführung alternativer Antriebslösungen noch einige Zeit dauern wird. „Das erste Jahrzehnt wird eine Übergangszeit sein, in der wir Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mischen. Sobald wir ausschließlich Elektro-, Wasserstoff- oder eine anderen Antriebstechnologie haben, könnten bestimmte Fahrerhausarchitekturen überarbeitet werden.“

QUELLEN

*Interview mit Bart Van Lotringen am 7. September 2021
Hören Sie unseren Trick'n Truck-Podcast Nr. 3

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1934

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Automobilstiftung Marius Berliet – Lyon – Frankreich

Renault stellte sein erstes Frontlenker-Design vor. Dadurch, dass das Fahrerhaus über der Vorderachse lag, wurde die Ladefläche des Lkw deutlich vergrößert.

1958

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Automobilstiftung Marius Berliet – Lyon – Frankreich

Mit der Einführung der „Relax“-Kabine hat Berliet die Branche dazu gebracht, sich auf den Fahrerkomfort zu konzentrieren. Das geräumige und funktionelle Fahrerhaus bietet einen Komfort, den es bei schweren Nutzfahrzeugen noch nie zuvor gab. Das Design umfasst eine große Panorama-Windschutzscheibe und leicht zugängliche, weit-öffnende Türen. Der Motor ist in einem abgedichteten Tunnel untergebracht, die heißen Abgase werden nach hinten abgeleitet.

1964

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Automobilstiftung Marius Berliet – Lyon – Frankreich

Hotchkiss, ein französischer Automobil- und Waffenhersteller, produzierte von 1904 bis 1954 zivile und bis 1969 militärische Fahrzeuge. Das Unternehmen entwickelte das erste kippbare Fahrerhaus für Lastwagen, das den Zugang zum Motor erleichterte. Die Modelle Hotchkiss PL60/DH60 (6 Tonnen Gesamtgewicht) waren die ersten französischen LKW mit diesem Fahrerhaus.

1970

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Automobilstiftung Marius Berliet – Lyon – Frankreich

Berliet zielte mit seinen Designs weiterhin darauf ab, Komfort und Übersicht zu verbessern. Sein KB2400-Fahrerhaus – mit dem Berliet TR 300 – galt jahrelang als der Maßstab der Branche.

1981

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Automobilstiftung Marius Berliet – Lyon – Frankreich

RVI (Renault Véhicule industriel) brachte den Turboleader auf den Markt. Obwohl das Fahrerhaus des 2480 dem des KB2400 sehr ähnlich war, zeichnete sich dieser „Phoenix“ durch deutliche Verbesserungen in Grundriss und Ausstattung aus. Das Fahrerhaus des Turboleader war eines der geräumigsten auf dem Markt, mit einem flachen Motortunnel und einem sehr hohen Dach. Mit 2,05 Metern zwischen Boden und Sonnendach konnten die Fahrer aufrecht im Fahrerhaus stehen.

1990

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Automobilstiftung Marius Berliet – Lyon – Frankreich

Mit der AE-Kabine revolutionierte Renault Trucks das Fahrerhausdesign. Die Konstruktion bot einen ebenen Boden und steigerte einmal mehr den Komfort von Serien-Lkw.

2021

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DAF Trucks ist die erste Marke, die die neuen Rechtsvorschriften zu Maßen und Abmessungen umsetzt. Die 12,5 m³ großen Fahrerhäuser der New Generation setzen neue Maßstäbe in puncto Geräumigkeit.

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