00 header what you need to know when adding electric trucks to your fleet
Neue EU-Vorschriften und die Ausweitung von Umweltzonen und Null-Emissions-Zonen veranlassen Spediteure und Fahrzeugflotten dazu, in den Markt für Elektro-Lkw zu investieren. Doch für den Betrieb von Elektro-Lkw ist mehr erforderlich als nur der Wechsel der Energiequelle. Das neueste Whitepaper von Michelin, „Elektro-Lkw und -Busse: Mit Schwung in die Zukunft“ bietet Flottenbetreibern fundierte Einblicke in die Auswirkungen der Umstellung auf Elektrofahrzeuge und die damit verbundenen Betriebskosten.
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Elektromobilität: Was steckt hinter dem Boom der elektrischen Fahrzeuge?
Das rasche Wachstum des Marktes für Elektro-Lkw und -Busse wird durch strengere Umweltvorschriften, die wachsende Nachfrage nach nachhaltigem Transport, Fortschritte in der Batterietechnologie und neue Fahrzeugdesigns angetrieben. Um den CO₂-Fußabdruck im Güter- und Personenverkehr zu reduzieren, müssen elektrische Lkw und Busse hinsichtlich Reichweite, Nutzlast und Effizienz wettbewerbsfähig sein.
Elektro-Lkw: Was Sie wissen sollten
Von den elektrischen Lkw- und Bustypen, die derzeit entweder in der Serienproduktion oder in der Entwicklung sind, gelten derzeit die folgenden Modelle als vielversprechend:
Batterieelektrische Fahrzeuge, bei denen der Strom in einer Batterie gespeichert wird. Es wird erwartet, dass bis 2030 ca. 30 % der neu in Betrieb genommenen Lkw und ca. 55 % der neuen Busse in Europa elektrisch betrieben werden. 1
Brennstoffzellenfahrzeuge stellen eine vielversprechende Alternative dar, sind aber noch nicht reif für einen großflächigen Einsatz. Sie erzeugen Strom durch Wasserstoff, der in bordeigenen Tanks aufbewahrt wird.
battery electric vehicle de
Eine wachsende Ladeinfrastruktur
Derzeit stehen den Fahrern in einigen Ländern (z. B. in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich) mehr Ladestationen zur Verfügung als in anderen. Bei einer Routenplanung innerhalb der verfügbaren Reichweite können die meisten Lkw nachts vor Ort aufgeladen werden – oder während einer 45-minütigen Pause nachgeladen werden. Die Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe schreibt vor, dass zwischen 2025 und 2030 entlang der wichtigsten Verbindungsstraßen zwischen Großstädten alle 60 bis 100 Kilometer Ladestationen errichtet werden müssen. 2
Minimale Auswirkungen auf die Gesamtbetriebskosten
Die gute Nachricht ist, dass die Gesamtbetriebskosten von Elektro-Lkw sich nur minimal von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unterscheiden. Der Unterschied beträgt schätzungsweise nicht mehr als fünf Cent pro Kilometer. Bei mittelschweren städtischen Elektro-Lkw-Flotten fällt der Unterschied zugunsten der Elektrofahrzeuge aus. Im Fernverkehr sind Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Vorteil, aber der Abstand verringert sich schnell. 3
Reifen von Elektrofahrzeugen werden stärker beansprucht
Welche Auswirkungen hat ein Elektro-Lkw auf die Reifen? Durch das Gewicht der Batterien ändert sich die Lastverteilung. Die Lenk- und die Antriebsachse werden stärker belastet und unterliegen einem höheren Verschleiß. Durch Bremsen und Energierückgewinnung entsteht ein höheres Drehmoment an der Antriebsachse, wodurch die Reifen schneller verschleißen. Eine schnellere Abnutzung erhöht die Partikelemissionen.
Darüber hinaus ist das Energiemanagement eines Elektro-Lkw entscheidend für die Optimierung von Reichweite, Gesamtbetriebskosten und damit auch der Energiekosten. Auf diese Weise könnten E-Lkw zu einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung werden. Ein geringer Rollwiderstand trägt wesentlich zur Verringerung des Reifenverschleißes und zur Optimierung der Energiekosten bei.
Warum sollen Premiumreifen für Elektro-Lkw gewählt werden?
Wenn es darum geht, die Leistung von Elektro-Lkw und -Bussen zu optimieren, müssen die Reifen besonders robust und langlebig sein und gleichzeitig einen geringen Rollwiderstand und niedrige Partikelemissionen aufweisen. Mit anderen Worten: Ein geeigneter Reifen muss all diese Anforderungen erfüllen. Seit vielen Jahren entwickelt Michelin Reifen, die nicht nur die Leistungsanforderungen von Lkw und Bussen erfüllen, sondern auch die hohen Ansprüche von Flottenbetreibern an Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor muss ein Reifen für Elektro-Lkw deutlich robuster sein, um der höheren Traglast (bis zu Lastindex 158) standzuhalten. Zudem ist eine höhere Laufleistung erforderlich, um den durch die zusätzliche Last und das Drehmoment verursachten Verschleiß auszugleichen.
Für Elektrofahrzeuge geeignete Reifen müssen geringere Emissionen von Straßen- und Reifenabriebpartikeln aufweisen, um die Anforderungen der Euro-7-Abgasnorm zu erfüllen. Eine gute Traktion und Bremsleistung sind für die Sicherheit unerlässlich. Elektro-Lkw sind leiser, wodurch sich die Lärmbelastung durch die Reifen erhöht; daher müssen die Reifen für einen besonders leisen Betrieb optimiert werden. Entscheidend für Elektro-Lkw ist, dass die geeigneten Reifen eine größere Reichweite bieten. Dies kann unter anderem durch einen geringen Rollwiderstand erreicht werden.
de why premium tyres are the only suitable choice for electric trucks
Leistungsstarke Elektro-Lkw brauchen ebenso leistungsstarke Reifen
„Bei der neuesten Generation des MICHELIN X® Multi Energy lag der Fokus darauf, die spezifischen Leistungsanforderungen von Elektro-Lkw-Flotten zu erfüllen, insbesondere in Bezug auf Traglast und Drehmoment“, so François Le Hen, Direktor für Produktmarketing bei Michelin. Außerdem war es wichtig, „die Betriebskosten für Flottenmanager zu senken und einen Beitrag zum ökologischen Wandel zu leisten“, so Le Hen weiter, „und gleichzeitig ein hohes Maß an Zuverlässigkeit zu bieten.“
Im Einklang mit Michelins Engagement für Nachhaltigkeit wurde der MICHELIN X® Multi Energy 2 entwickelt, bei dessen Herstellung 1,9 Kilogramm weniger Rohstoffe verbraucht werden.5 „Die Karkasse ist nach wie vor unglaublich robust“, erklärt Frédéric Domprobst, Entwicklungsingenieur für Lkw-Reifen (Vorentwicklung). „Wir haben sichergestellt, dass sie für die höhere Tragfähigkeit der Lenkachse geeignet ist.“ Zudem überzeugt er durch eine hohe Runderneuerungsfähigkeit und einen deutlich reduzierten Rollwiderstand. Für elektrische Lkw-Flotten ist das von entscheidender Bedeutung.
Damien Bardin, Entwicklungsingenieur für Lkw-Reifen, bringt es auf den Punkt: „Diese neue Reifengeneration erfüllt die wichtigsten Leistungsanforderungen für elektrische Lkw und Busse in vollem Umfang.“
Elektro-Lkw – FAQ
Elektro-Lkw benötigen nicht nur spezielle, sondern leistungsstarke Reifen. In sämtlichen Leistungskriterien eines Reifens – von Laufleistung, Verschleiß und Partikelemissionen über Rollgeräusch, Traktion und Haftung bis hin zur Reichweite bei Elektrofahrzeugen – sind höhere Leistungswerte erforderlich, um den speziellen Anforderungen von E-Fahrzeugen gerecht zu werden.
Derzeit liegt die Reichweite dieser Elektrofahrzeuge bei rund 300 Kilometern in städtischen Gebieten und zwischen 400 und 550 Kilometern im regionalen Einsatz – je nach Fahrstil und Wetterbedingungen. 6 Für viele Fahrzeuge im ‚Back-to-Base‘-Betrieb ist dies ausreichend, da sie über Nacht im Depot geladen werden können. Das Aufladen kann auch während der Pause auf einem Rastplatz erfolgen. Reifen mit geringem Rollwiderstand können zur Verlängerung der Reichweite beitragen.
Was die Abgasemissionen angeht, gelten Elektro-Lkw und -Busse als emissionsfreie Fahrzeuge. Ihre bordeigene elektrische Energiequelle setzt keine Schadstoffe in die Atmosphäre frei. Um jedoch als echte Null-Emissions-Fahrzeuge zu gelten, muss der Strom zum Laden der Batterie aus einer erneuerbaren Energiequelle stammen. Außerdem sollten Reifen und Bremsen keine Partikel freisetzen. Berücksichtigt man jedoch den gesamten Lebenszyklus von Elektro-Lkw und -Bussen, von der Herstellung bis zum Recycling, so liegen die Emissionen zwischen 43 % und 64 % unter denen eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor7. Also ja: Elektrische Lkw und Busse gehen definitiv in die richtige Richtung.
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1. S&P Global; 2023 data set; Green rules scenario for trucks.
2. Europäischer Rat. Infrastruktur für alternative Kraftstoffe
3. International Council on Clean Transportation (ICCT)
https://theicct.org/publication/total-cost-ownership-trucks-europe-nov23/
4. Lastindex: 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z2 vs 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z: +2 LI, 158/150 L (154/150 M) vs 156/150 L, 8.5 t vs 8 t / +500 kg pro Achse; 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D2 vs 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D: +2 LI, 156/150 L (154/150 M) vs 154/150 L; 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z2 vs 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z: +2 LI, 158/150L (154/150M) vs 156/150L (154/150M), 8,5 t vs 8 t / +500 kg pro Achse; 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D2 vs 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D: ISO, 156/150L (154/150M) vs 156/150L (154/150M).
5. Masse: 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z2 vs 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z: -0,5 kg; 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D2 vs 315/70R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D: +0,2 kg; 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z2 vs 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy Z: -1.9 kg; 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D2 vs 315/80R22.5 MICHELIN X® Multi Energy D: -1,1 kg; -0,8 kg im Durchschnitt.
6. Europäische Kommission. Beobachtungsstelle für alternative Kraftstoffe
https://alternative-fuels-observatory.ec.europa.eu/consumer-portal/available-electric-vehicle-models
7. SCANIA Lebenszyklusanalyse
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car going fast on a road by night